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DeutschKlinik und Therapie

FAST: Ein evidenzbasiertes Verfahren für die Visualisierung von Sozialbeziehungen

Visualisierungen sind bildhafte Darstellungen, die dazu dienen, sprachlich schwer fassbare Phänomene zu veranschaulichen. Sie fördern das Verständnis komplexer Informationen und Beziehungskonstellationen und unterstützen die Analyse und Präsentation von Daten.

Visulisierungsmethoden bei denen Beziehungen mittels Figuren auf einem Brett dargestellt werden, auch Brettverfahren genannt, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Hierbei werden Personen aufgefordert, einzeln oder gemeinsam ihre Sichtweise von relevanten Bezugssystemen dazustellen. Auf diese Weise wird ein Kontext für die Reflexion und (Meta-)Kommunikation über das fokussierte System geschaffen. Der Familiensystemtest FAST ist eine international verwendete figurale Visualisierungsmethode für die Darstellung von Bindung und Hierarchie in der Familie und ähnlichen Systemen. Wir hatten die Gelegenheit mit dem Schweizer Psychologen und FAST Autor Thomas M. Gehring über das Potenzial der Visualisierung von sozialen Beziehungen in der Forschung, Bildung und Praxis zu sprechen.

FAST Familiensystemtest Figuren auf einem Brett Aufstellung Visualisierung von Strukturen

Der FAST ist ein Verfahren für die Visualisierung von Sozialbeziehungen. Um den Kontext besser zu verstehen, beginnen wir mit einer allgemeinen Frage: Welche Methoden gibt es für die Visualisierung von Beziehungen?

Es gibt eine beinahe unüberschaubare Anzahl von Visualisierungsmethoden. Während in der Forschung und Entwicklung zunehmend computergestützte Systemmodellierungen zum Einsatz gelangen, kommen in der Lehre und in Praxistrainings mitunter Soziogramme, Videos, Mindmaps und Rollenspiele zur Anwendung. In der Gesundheitsversorgung werden neben Genogrammen oft auch gestalterische oder figurale Verfahren, namentlich Brettverfahren verwendet.

Was versteht man unter Brettverfahren?

Der Begriff Brettverfahren subsumiert in der Psychologie narrativ-gestalterische Techniken mit denen Beziehungen anhand der Positionen von Symbolfiguren auf einem Brett metaphorisch dargestellt werden. Dabei erhalten die Proband:innen zum Beispiel die Aufgabe, typische und ideale Beziehungsmuster in ihrer Familie oder solche im Konflikt aufzustellen. Unterschiede zwischen den einzelnen Repräsentationen bilden dann die Ausgangslage für gemeinsame Problem- und Zielanalysen. Brettverfahren werden in der Therapie, Beratung, Mediation wie auch in der Ausbildung, Supervision und im Coaching in vielfältiger Weise eingesetzt. 

Welches sind die Ursprünge und die grundlegenden Vorteile dieser Verfahren?

Vom Prinzip her lassen sich Brettverfahren als eine Weiterentwicklung des Soziogramms bzw. Psychodramas des Psychiaters J. Moreno und der «Lebenden Skulptur» der Familientherapeutin Virginia Satir bezeichnen. Bei letzterer wird ein Mitglied der Lebensgemeinschaft aufgefordert, die Familienmitglieder im Untersuchungsraum so zu positionieren, dass ihre Beziehungen mit der Skulptur möglichst treffend veranschaulicht werden. Als wesentlicher Wegbereiter für die Entwicklung der systemischen Brettverfahren bzw. der figuralen Familienskulpturtechniken gilt der Norweger D. Kvebaek. Im Vergleich zu gruppentherapeutischen Techniken sind Brettverfahren deutlich weniger intrusiv und zudem auch im Einzelsetting anwendbar. Verfahren wie die Kvebaek Skulpturtechnik oder der FAST verfügen über eine hohe Durchführungs- und Auswertungsobjektivität und können überdies von Fachpersonen ohne klinisch-psychologische Zusatzqualifikationen durchgeführt werden. 

Worin liegen die konzeptuellen Stärken von Brettverfahren?

Im Grunde genommen sind Brettverfahren «Alleskönner», die sich für Analysen von Beziehungsstrukturen in diversen Systemen und Anwendungsbereichen anbieten. Sie sind vom klinischen Bereich bis hin zur Beratung von professionellen Teams und Organisationen verwendbar. Ihre einfache und intuitive Anordnung macht diese Instrumente gleichermaßen mit Kindern und Erwachsenen verwendbar, sowohl in Einzel- als auch Gruppensettings. Darüber hinaus sind sie vom Prinzip her transparent, weitgehend sprachunabhängig und zeitsparend in der Durchführung und Auswertung. So kann die Informationsgewinnung über einzelne Subsysteme und über das System als Ganzes mittels Brettverfahren effizienter vorgenommen werden als mit den gängigen sprach- bzw. textbasierten Methoden. Weiter ist die Möglichkeit zur simultanen Darstellung von Dyaden, Triaden und weiteren Konstellationen förderlich für die Reflexion und Kommunikation der Systemmitglieder über ihre Beziehungen. Auf diese Weise können verborgene Konflikte sichtbar gemacht und gezielt angesprochen werden. Dabei sind Diagnostik und Therapie als ineinandergreifende Prozesse zu verstehen. Als theranostische Tools angewendet, begünstigen Brettverfahren die partizipativ-diskursive Hypothesenbildung und Entwicklung von systemischen Problemlösungen namentlich durch den Einbezug mehrerer Perspektiven und Systemebenen

Gibt es auch Vorbehalte gegenüber diesen Verfahren?

Obwohl die Verbreitung von figuralen Visualisierungsmethoden in der Praxis begrüßenswert ist, gilt es einige kritische Punkte zu erwähnen. So beispielsweise verfügen nur die wenigsten Tools über eine ausreichende theoretische Fundierung. Weiter weisen sie in der Regel einen geringen Standardisierungsgrad auf und wurden auch keiner angemessenen psychometrischen Qualitätsprüfung unterzogen. Dieser Umstand erweist sich vor allem bei der Verwendung von Brettverfahren in der evidenzbasierten Gesundheitsversorgung und Gutachtenspraxis mitunter als problematisch.

Inwiefern unterscheidet sich der FAST von anderen figuralen Visualisierungsverfahren?

Das originäre Konzept des FAST ermöglicht die beiden systemisch-strukturellen Schlüsseldimensionen Bindung und Hierarchie gleichzeitig und unabhängig voneinander darzustellen und zu messen. Basierend auf einem räumlichen Konzept wird Bindung mittels Distanzen (horizontale Ebene) und Hierarchie mittels deren Erhöhung (vertikale Ebene) repräsentiert. Im Gegensatz zu den meisten figuralen Visualisierungsmethoden ist die Durchführung, Dokumentation und Auswertung des FAST regelbasiert. Dies erlaubt einen systematischen Vergleich der Repräsentationen von verschiedenen Systemmitgliedern und zu verschiedenen Zeitpunkten. Dies ist ebenso relevant für forschungs- und praxisbezogene Anwendungen wie beispielsweise das Monitoring von Therapieverläufen, bekanntlich ein wesentlicher Bestandteil des klinischen Qualitätsmanagements. Ein weiterer Vorteil des FAST besteht darin, dass seine Validität, Reliabilität, Kultur- und Veränderungssensitivität eingehend geprüft wurden. Als Stichproben dienten Kinder, Jugendliche, Eltern, Familien und Arzt-Patient-Angehörigen Systeme sowie professionelle Teams.

In welchem Kontext wurde der FAST entwickelt?

Die ersten FAST-Pilotstudien wurden in den frühen 1980er Jahren an der Psychiatrischen Universitätsklinik in Zürich durchgeführt. Damals war die System- bzw. Familientherapie im deutschsprachigen Raum noch nicht als wissenschaftliche Behandlungsmethode durch die gesetzliche Krankenversicherung anerkannt. Es gab auch erst wenige validierte Testverfahren für die Bestimmung der Familienfunktionalität. Anfänglich wurde der FAST noch nicht standardisiert durchgeführt und vorwiegend qualitativ ausgewertet. Dabei stand die Prüfung seiner klinischen Brauchbarkeit und Nützlichkeit im Vordergrund. Schon bald zeigte sich, dass dieses Instrument ausgesprochen vielseitig anwendbar und gleichermassen perspektivenerweiternd wie kommunikationsfördernd ist. Aufgrund dieser Beobachtungen wurden die psychometrischen Eigenschaften des FAST mit gesunden Kindern, Jugendlichen und Eltern am Department of Psychology der Stanford University in Kalifornien validiert. Anschliessend erfolgte die Prüfung der klinischen Diskriminanzvalidität mit psychisch und somatisch erkrankten Menschen und deren Bezugspersonen an den Universitäten Zürich und Basel.

Wurden auch die Eigenschaften des FAST als diagnostisch-therapeutisches Verfahren geprüft?

Bekanntlich ist der FAST kein normatives Verfahren im Sinne der klassischen Testtheorie. Vielmehr handelt es sich um ein theranostisches Instrument für die Visualisierung von Beziehungsmustern im Kontext der Hypothesenbildung und Bestimmung von Behandlungszielen sowie der Therapieevaluation. Somit wird der FAST in der klinischen Praxis über die Statusdiagnostik hinaus für die partizipativ-diskursive Konzeptualisierung und Evaluation von Problemlösungen verwendet. Dabei werden kritische Merkmale der Beziehungsstrukturen aus mehreren Perspektiven zu verschiedenen Behandlungszeitpunkten systematisch analysiert. Dies ist dann auch der Gegenstand von Studien mit medizinisch-psychologischen Störungsbildern und Belastungsfaktoren in diversen Behandlungssettings. In der neuesten Auflage des FAST-Manuals sind die wesentlichen Arbeiten in Tabellenform synoptisch aufgelistet.

Ist der FAST außerhalb der Klinischen (Familien-)Psychologie einsetzbar?

Ja, der FAST wurde beispielsweise in Studien zu den Auswirkungen eines übermäßigen Gebrauchs von technischen Geräten wie Smartphones, Tablets und Computern auf soziale Beziehungen verwendet. Weitere Projekte untersuchten Transformationen von Beziehungsstrukturen im Kontext von Teamentwicklungsprozessen und der Supervision. Während mannigfaltige Studien belegen, dass der FAST gesunde Familiensysteme und solche mit sozialen und psychischen oder körperlichen Herausforderungen zu differenzieren vermag, besteht bei nicht-familiären Systemen nach wie vor Forschungsbedarf. Eine löbliche Ausnahme bilden diesbezüglich allerdings Untersuchungen über die Beziehungsqualität in therapeutischen Systemen (z.B. Arzt-Patient-Beziehung), welche bekanntlich ein zentraler Wirkfaktor jeder Therapie ist. 

Kann der FAST für die Untersuchung von kulturübergreifenden Fragestellungen verwendet werden?

Das FAST-Konzept eignet sich vom Prinzip her ausgezeichnet für die Anwendung in verschiedenen Kulturkreisen wie auch im Kontext der Migrationsarbeit. So liegen bereits zahlreiche Übersetzungen des FAST-Manuals vor. Untersuchungen über familiäre Beziehungsstrukturen u.a. in Japan und China oder über den Einfluss von erschwerten sozioökonomischen Lebensbedingungen von brasilianischen und türkischen Lebensgemeinschaften zeigen erwartungsgemäß, dass sich diese Beziehungsmuster von solchen in westlichen Mittelstandsfamilien signifikant unterscheiden.

Welches sind die wichtigsten Neuerungen der dritten FAST-Auflage?

Für die dritte, vollständig überarbeitete Auflage wurde das deutschsprachige Handbuch durch mannigfaltige Studien und Anwendungsbeispiele deutlich erweitert. Beispielsweise wurde das Kapitel „Anwendungsfelder und Fallbeispiele“ mit neuen psychologischen und somatischen Störungsbildern ergänzt. Die übersichtlichen Darstellungen der Verwendung des FAST als Praxis- und Forschungsinstrument sind nun so gegliedert, dass je nach Fragestellung auch nur einzelne Kapitel gelesen werden können. Weiter wurde die Handhabung der Protokollbogen vereinfacht und für die quantitative Auswertung von Beziehungsmustern steht nun eine Kurzanleitung zur Verfügung. Das Testmaterial für die zu Untersuchenden blieb unverändert.

Wo sehen Sie das größte Zukunftspotenzial des FAST?

Die Verbreitung von systemischen Problemlösungsansätzen in der Gesundheitsversorgung und -förderung erfordert evidenzbasierte Instrumente, die breit und flexibel anwendbar sind. Das FAST-Konzept kommt diesen Anforderungen in vielen Punkten entgegen. Bis anhin fokussierte jedoch ein Großteil der Studien auf Zwei-Generationen-Mittelstandsfamilien mit minderjährigen Kindern. Zukünftige Forschungsbemühungen sollten vermehrt der Vielfalt familiärer Lebensformen und Lebenswelten während der gesamten Lebensspanne Rechnung tragen. Dadurch könnte die Effizienz des FAST als klinisches Change Tool noch erhöht werden. Wünschenswert wäre zudem eine systematische Anwendung des FAST in der Arbeits- und Organisationspsychologie beispielsweise mit kooperativen Systemen wie professionellen Teams. Schließlich bin ich der Ansicht, dass sich eine Weiterentwicklung des FAST als virtuelles Tool unter Einbezug von KI positiv auf die Verwendung systemischer Ansätze in der klinischen Forschung, Ausbildung und Praxis auswirken würde. Allerdings müssten ethische und rechtliche Fragen sowie Effekte durch die veränderten Strategien der Informationsgewinnung noch eingehender geklärt werden. Eine Aufgabe, für welche die nächste Generation der Psycholog*innen bestens gerüstet ist.

 

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Quellen und weiterführende Literatur

Cromwell, R.E., Fournier, D.G. & Kvebaek, D.J. (1980). The Kvebaek Family Sculpture Technique: A diagnostic and research tool in family therapy. Jonesboro: Pilgrimage.

Family System Test: FAST Visualization by Gehring.
https://www.fast-test.com

Gehring, T.M. (1984). Der Familiensystemtest (FAST): Projekt für eine Pilotstudie. Universität Zürich: Psychiatrische Poliklinik für Kinder und Jugendliche (NAPS-3).

Gehring, T.M. (2024). FAST Familiensystemtest. Eine Visualisierungsmethode für die Konzeptualisierung und Evaluation von systemischen Problemlösungen. Göttingen: Hogrefe. (siehe unten)

Gehring, T.M. (2025). Letter to the Editor: Vom metaphysischen Brettspiel zur evidenzbasierten Familiendiagnostik. Praxis der Rechtspsychologie, 35, (1).
doi.org/10.1026/0939-9062/a000027 

Gehring, T.M., Debry, M. &. Smith, P.K. (2001). The Family System Test (FAST): Theory and application. London: Routledge. ISBN 978-1138969599

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https://doi.org/10.1111/j.1545-5300.1993.00135.x

Klemenz, B. (2018). Beziehungspsychologie. Grundlagen, Forschung und Praxis. Stuttgart: Kohlhammer. ISBN 978-3-17-032333-9

Kvebaek, D.J. (1973). Sculpture Test: A diagnostic aid in family therapy. Unpublished technical report. Vikersund: Modum Bads Nervesanatorium.

Reich, G., Stasch, M., Walter, J. & Cierpka, M. (2024). Handbuch der Familiendiagnostik. Berlin: Springer. ISBN 978-3-662-66878-8 

Retzlaff, R. (2022). Systemische Therapie: Das Ganze ist mehr als die Summe der Teile. Deutsches Ärzteblatt, 21, (7).   
https://www.aerzteblatt.de/archiv/pdf/52ca5d67-faef-4eeb-b798-2dc6326e7a7f

Richter, D., Brähler, E. & Ernst, J. (2015). Diagnostische Verfahren für Beratung und Therapie von Paaren und Familien. Göttingen: Hogrefe. ISBN 978-3-8017-2689-8

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https://doi.org/10.1080/01926189308251007

Schiepek, G., Siebert-Blaesing, B. & Hausner, M.B. (2025). Systemische Fallkonzeption. Idiographische Systemmodellierung und personalisierte Prozessgestaltung. Göttingen: Hogrefe. ISBN 978-3-8017-3282-0

Widmer, E.D. (2016). Family configurations. A structural approach to family diversity. New York: Routledge. ISBN 978 07546 7679 9 

Prof. em. Dr. Thomas M. Gehring

Geboren 1953 in Bern lebt der Autor des FAST in Basel. Nach dem Studium der Sozialpsychologie und Psychopathologie sowie der Promotion an der Universität Zürich absolvierte er seine psychotherapeutische Aus- und Weiterbildung in der Schweiz, Deutschland, Italien und den USA. Im Anschluss an eine mehrjährige Forschungstätigkeit am Department of Psychology der Standford University war er in der Pädiatrie, Psychiatrie und Public Health tätig und engagierte sich in internationalen Forschungsprojekten u.a. in der Gesundheitsförderung und Klinischen Familienpsychologie. Prof. Gehring leitete den Fachbereich Methodik und Evaluation am Institut für Sozial- und Präventivmedizin an der Universität Zürich sowie diverse Expertengruppen im Gesundheits- und Bildungswesen. Er lehrte an der Universität Basel und war Chefpsychologe der Schweizer Armee. 

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