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CFT 20-R mit WS/ZF-R

Grundintelligenztest Skala 2 - Revision (CFT 20-R) mit Wortschatztest und Zahlenfolgentest - Revision (WS/ZF-R)

1. Auflage 2006

von Rudolf H. Weiß

Paper and Pencil

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Auswerteprogramm

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Einsatzbereich

Kinder und Jugendliche von 8;5 bis 19 Jahren; Erwachsene von 20 bis 60 Jahren (Teil 1).

Sprachfassungen

Dieses Testverfahren ist auch in niederländischer, norwegischer, polnischer, schwedischer, russischer, spanischer und tschechischer Sprache lieferbar. Zudem ist eine elektronische Version in arabischer, italienischer, norwegischer, russischer, schwedischer und tschechischer Sprache verfügbar.

Inhalt

Oberstes Ziel zur Weiterentwicklung des CFT 20 zum CFT 20-R war eine verbesserte Differenzierung im oberen Leistungsbereich unter Beibehaltung des bewährten Aufbaus des Grundintelligenztests CFT 20. Auch der CFT 20-R erfasst wie bisher das allgemeine intellektuelle Niveau (Grundintelligenz) im Sinne der »General Fluid Ability« nach Cattell. Diese kann umschrieben werden als Fähigkeit, figurale Beziehungen und formal-logische Denkprobleme mit unterschiedlichem Komplexitätsgrad zu erkennen und innerhalb einer bestimmten Zeit zu verarbeiten. Da dies durch sprachfreie und anschauliche Testaufgaben geschieht, werden Personen mit schlechten Kenntnissen der deutschen Sprache und mangelhaften Kulturtechniken nicht benachteiligt. Der CFT 20-R besteht aus zwei gleichartig aufgebauten Testteilen mit je vier Untertests (Reihenfortsetzen, Klassifikationen, Matrizen und topologische Schlussfolgerungen). Die Itemzahl in Teil 1 der Revisionsfassung wurde von 46 Items auf 56 Items erhöht, Teil 2 um ein Item auf 45 verringert, wobei der Schwierigkeitsgrad der Items erhöht wurde. Zwei unterschiedliche zeitliche Vorgaben in Teil 1 ermöglichen es dem Diagnostiker, den verschiedenen Arbeitsgeschwindigkeiten der Klienten besser zu entsprechen. Mit den beiden Ergänzungstests Wortschatz-(WS) und Zahlenfolgenaufgaben (ZF) können verbale und numerische Elemente des Faktors Verarbeitungskapazität erfasst werden. Der Wortschatztest misst den über den Grundwortschatz der deutschen Sprache hinausgehenden Wortschatz aus der Umgangssprache und liefert damit Anhaltspunkte zum Status der Allgemeinbildung. Mit dem Zahlenfolgentest kann das Erkennen von Regeln und Gesetzmäßigkeiten bei einfachen bis zu komplexen numerischen Aufgabenstellungen diagnostiziert werden. WS und ZF ermöglichen eine Profilanalyse des zentralen Intelligenzfaktors »Verarbeitungskapazität« nach Jäger in einer Testprozedur. Die beiden Ergänzungstests stellen jedoch eigenständige Teiltests dar, die auch unabhängig vom CFT 20-R angewendet und bezogen werden können.

Lesen Sie hier einen Artikel zum Thema Kulturunabhängige Intelligenzdiagnostik bei Flüchtlingen:
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Zuverlässigkeit

Sowohl die Testwiederholungskoeffizienten nach drei Monaten für den CFT 20-R von .80 bis .82 (unkorrigiert) als auch der Konsistenzkoeffizient von .95 für den CFT 20-R Gesamttest (Teil 1 + Teil 2) sind statistisch ausreichend gesichert, um individuelle Differenzen hinreichend verlässlich beurteilen zu können. Die Zuverlässigkeit des Zahlenfolgentests wurde sowohl nach der klassischen Methode als auch nach der »Raschanalyse« ermittelt. Für den Wortschatztest bewegen sich die Reliabilitäten um r = .87, für den Zahlenfolgentest um r = .91.

Testgültigkeit

Die faktorielle Validität des CFT 20-R zeigt sich in hohen Ladungen aller 4 Subtests auf dem Faktor "General Fluid Ability". Die Korrelationen mit anderen Intelligenztests (z.B. PSB, HAWIK, CPM, WIP) liegen im Durchschnitt für den CFT 20 bei r = .64 und reichen von r = .57 bis r = .73. Der CFT 20-R korreliert mit dem PSB-R 4-6 zu .60 bis .63, mit der Schulnote in Mathematik mit r = .50 (N = 855), 4. Klasse r = .57 (N = 320). Bei langfristigen prognostischen Validitätsstudien über einen schulischen Beobachtungszeitraum von 6-10 Jahren werden für den CFT sehr gute Prognosewerte für die Realschule und befriedigende für das Gymnasium erzielt. Die aus der Fachliteratur entnommenen Analysen zur prognostischen Validität bei Schülern berechtigen zu der Feststellung, dass Zahlenfolgen und Wortschatz für die Vorhersage von Schulerfolg in unserem traditionellen Schulsystem (Gymnasium und Realschule) geeignet sind. Auch bezüglich der Kriteriumsvalidität konnten gute Werte für WS/ZF-R nachgewiesen werden. Diese beziehen sich zum einen auf konstruktnahe und konstruktferne testpsychologische Kriterien, zum anderen auf schulische Leistungsbewertungen (Noten). Die beiden Tests sind somit auch zur Förderdiagnostik in allen Schulsystemen geeignet.

Normen

Für den Grundintelligenztest CFT 20-R wurden in den Jahren 2003/4 an 4.300 Schülern repräsentative Altersnormen von 8;5 bis 19 Jahren in Halbjahres- bzw. Jahresschritten für 5 Testparameter erstellt sowie Klassenstufen-Normwerte für das 3. bis 10./13. Schuljahr für ebenfalls 5 Testparameter. Dazu liegen extrapolierte Normen vor für 20 bis 60 Jahre in 5-Jahresschritten für Teil 1 mit und ohne Testzeitverlängerung. WS/ZF-R wurden an über 2.700 Schülern von 8;5 bis 19 Jahren aller Schularten nach Alter und Klassenstufen normiert. Skalen der Normtabellen: T-Werte. Dazu Transformationstabelle für IQ-, SW-Skala und PR.

Bearbeitungsdauer

Inklusive der allgemeinen Testeinführung rund 60 Minuten. Bei Durchführung der Kurzform (1. Testteil) rund 35-40 Minuten, je nach gewählter Testzeit. Bei Einzeltestung werden rund 10 Minuten weniger benötigt. Für den Wortschatztest werden in der Regel nur 8-10 Minuten Zeit benötigt (maximal 12 Minuten), für den Zahlenfolgentest gibt es je nach Durchführungsart eine Testzeit von 12 Minuten und von 16-20 Minuten (separate Normtabellen). Die Testdauer liegt bei Gruppenuntersuchungen für beide Tests bei 35 bis 40 Minuten.

Erscheinungshinweis

In Anwendung seit 2006.

Copyright-Jahr

2006

Ref-ID: 19475 / P-ID: 18133