Structured Interview of Reported Symptoms

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Self-Report Symptom Inventory – deutsche Version

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Testverfahren zur Beschwerdenvalidierung

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SIRS-2 und SRSI

Lernen Sie unsere beiden neuen Testverfahren zur Beschwerdenvalidierung in der Medizinpsychologie kennen: das SIRS-2, die deutschsprachige Adaptation des Structured Interview of Reported Symptoms in der zweiten Aufl age und das SRSI (Self-Report Symptom Inventory), ebenfalls in der deutschen Version.

Das Ziel beider Verfahren ist es, vorgetäuschte Symptome aufzudecken. Sie eignen sich zum Einsatz in der klinischen Psychologie, Psychiatrie und der forensischen Psychologie. Die Durchführung kann ab 18 Jahren erfolgen.

Hier den Prospekt anschauen (pdf)  

 

 

Gegenstand beider Verfahren

SIRS-2: Beurteilung von Antwortverhalten und der Beschwerdenvalidität bei Fragestellungen der klinischen Psychologie, Psychiatrie oder der forensischen Psychologie. Das Verfahren zielt darauf ab, authentisches von verfälschtem Antwortverhalten zu unterscheiden.
 

SRSI: Feststellung negativer Antwortverzerrungen in einer Untersuchung, namentlich einer überhöhten und/oder ausgeweiteten Beschwerdenschilderung, die, wenn sie vorliegt, die subjektiven Angaben des Probanden als unzuverlässig ausweist.

Beim SIRS-2 handelt es sich um ein Interview, beim SRSI um ein Fragebogen-Verfahren.

Die Hauptunterschiede zwischen SIRS-2 und SRSI

SIRS-2 ist ein strukturiertes Interview-Verfahren und verwendet verschiedene Strategien zum Aufdecken des Vortäuschens. Es enthält folgende Skalen: seltene Beschwerden, Symptomkombinationen, unglaubhafte oder absurde Beschwerden, offenkundige Beschwerden, subtile Beschwerden, Selektivität der Beschwerden, Schweregrad der Beschwerden, geschilderte vs. beobachtete Beschwerden.

SRSI ist ein Selbstauskunfts-Fragebogen und arbeitet mit einer Gegenüberstellung von echten Beschwerden (z.B. kognitiv, depressiv, Schmerz, Angst) und Pseudobeschwerden (z.B. kognitiv, motorisch, sensorisch, psychisch), um Täuschung aufzudecken.

Testgültigkeit

Als Maße der Konstruktvalidität wurden für die dt. Validierung Korrelationen zwischen den Hauptskalen des SIRS-2 und dem Strukturierten Fragebogen Simulierter Symptome (SFSS; mittleres r = .80) sowie dem Word Memory Test (WMT; mittleres r = –.69) ausgewiesen.

Zahlreiche Studien belegen eine zufriedenstellende konvergente, diskriminante und differenzielle Validität des SRSI. Hohe Korrelationen wurden übereinstimmend zwischen der Zahl der Pseudobeschwerden und dem Strukturierten Fragebogen Simulierter Symptome (SFSS) ermittelt.

Bei beiden Verfahren erfolgt die Bewertung grenzwert- bzw. klassifikationsbasiert anstatt normbasiert.

Zuverlässigkeit

Das deutsche SIRS-2 verfügt, wie das amerikanische Original, über hohe Effektstärken der Skalen zur Differenzierung authentischen und verfälschten Antwortverhaltens (d = 1.76 – 3.29). Das SIRS-2 gewährleistet über die Skalen eine hohe Interrater-Reliabilität (mittleres r = .99). Hinsichtlich der Klassifiationsgüte ist eine hohe Spezifität hervorzuheben (Sensitivität 87.69 %, Spezifität 97.44 %).

Beim SRSI wurden bei der internen Konsistenz der Summenskalen sehr gute Werte im Bereich von .92 bis .95 geschätzt, bei zufriedenstellenden Werten für die Einzelskalen. Die Retest-Reliabilität (N = 30, Testwiederholung nach 14 Tagen) lag bei .87 für die Zahl der angegebenen Pseudobeschwerden und bei .91 für die Zahl der genuinen Beschwerden.

Bearbeitungsdauer

SIRS-2 (Interview)
Ca. 30 bis 45 Minuten.

SRSI (Fragebogen)

Ca. 10 bis 15 Minuten.

Literaturempfehlung: Buch „Beschwerdenvalidierung“

Blick ins Buch

Suboptimales Testverhalten, das unterschiedlichen Ursachen entspringen kann, ist als eine der größten Gefahrenquellen für die Validität neuropsychologischer Testdaten zu benennen und tritt insbesondere in gutachterlichen Kontexten auf. Mit der zunehmenden Anerkennung neuropsychologischer Sachverständiger in zivil-, sozial- und strafrechtlichen Kontexten ist auch die Frage der Unterscheidung von gültigen und ungültigen Testprofilen wichtiger geworden. » mehr