Tests A bis Z
| Medizinpsychologische Verfahren / Hauptkapitel |
| Mini-ICF-APP |
| Mini-ICF-Rating für Aktivitäts- und Partizipationsstörungen bei psychischen Erkrankungen |
| Ein Kurzinstrument zur Fremdbeurteilung von Aktivitäts- und Partizipationsstörungen bei psychischen Erkrankungen in Anlehnung an die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit, ICF, der Weltgesundheitsorganisation |
| Linden M. / Baron S. / Muschalla B. |
Einsatzbereich: Rehabilitation, Psychiatrie, Psychosomatik und Sozialmedizin. Zur Erfassung des Bedarfs an therapeutischer und sozialer Hilfe sowie zur Planung von Massnahmen zur Prävention, Gesundheitsförderung und Unterstützung bei der Partizipation am gesellschaftlichen und beruflichen Leben. |
Verfahren: Das Mini-ICF-APP ist ein ökonomisches Fremdbeurteilungsinstrument zur Beschreibung, Operationalisierung und Quantifizierung von Fähigkeitsstörungen im Kontext psychischer Störungen. Es ermöglicht somit eine Differenzierung zwischen Krankheitssymptomen und krankheitsbedingten Fähigkeits- bzw. Kapazitätsstörungen. Diese Unterscheidung ist bei psychischen Störungen besonders anspruchsvoll. Das Mini-ICF-APP basiert auf der von der Weltgesundheitsorganisation herausgegebenen Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF).
Mit dem Mini-ICF-APP soll eingeschätzt werden, in welchem Ausmass ein Patient in seinen Fähigkeiten bei der Durchführung von Aktivitäten beeinträchtigt ist. Es werden die folgenden Fähigkeiten beurteilt:
- Fähigkeit zur Anpassung an Regeln und Routinen - Fähigkeit zur Planung und Strukturierung von Aufgaben - Flexibilität und Umstellungsfähigkeit - Fähigkeit zur Anwendung fachlicher Kompetenzen - Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit - Durchhaltefähigkeit - Selbstbehauptungsfähigkeit - Kontaktfähigkeit zu Dritten - Gruppenfähigkeit - Fähigkeit zu familiären bzw. intimen Beziehungen - Fähigkeit zu Spontan-Aktivitäten - Fähigkeit zur Selbstpflege - Verkehrsfähigkeit
Das Verfahren eignet sich zur Beurteilung des aktuellen Fähigkeitsstatus von Patienten sowie zur Verändungsmessung, beispielsweise im Rahmen einer Therapieverlaufskontrolle. Es kann zur Erfassung des Bedarfs an therapeutischer und sozialer Hilfe sowie zur Planung von Massnahmen zur Prävention, Gesundheitsförderung und Unterstützung bei der Partizipation am gesellschaftlichen und beruflichen Leben eingesetzt werden. |
Zuverlässigkeit: Rangkorrelationen nach Spearman 0.71 – 0.92. |
Gültigkeit: Es liegen Ergebnisse zu verschiedenen Zusammenhängen vor, z. B. mit Arbeitsfähigkeit, Therapieverläufen oder Expertenratings. |
Normen: Das Verfahren wurde an 213 Personen normiert. |
Bearbeitungsdauer: 10 Minuten. |
In Anwendung seit: 2009 |
Preisänderungen und Irrtümer vorbehalten. Preise inkl. MwSt. |




