Tests A bis Z
| Medizinpsychologische Verfahren / Hauptkapitel |
| FEV |
| Fragebogen zum Eßverhalten |
| Pudel V. / Westenhöfer J. |
Einsatzbereich: Jugendliche und Erwachsene. |
Verfahren: Der Fragebogen zum Eßverhalten prüft auf drei Subskalen bedeutsame Dimensionen des menschlichen Eßverhaltens: (1) Kognitive Kontrolle des Eßverhaltens, gezügeltes Essen, (2) Störbarkeit des Eßverhaltens und (3) Erlebte Hungergefühle. Die kognitive Kontrolle des Eßverhaltens bzw. das gezügelte Essen hat sich in den letzten Jahren einerseits zunehmend als entscheidender Bedingungsfaktor für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Essstörungen herausgestellt und gilt andererseits als angestrebtes Wunschziel der Adipositastherapie. Entscheidende Bedeutung kommt hierbei der Störbarkeit des Eßverhaltens durch emotionale oder situative Auslöser zu. Dieses Fragebogenverfahren stellt die deutsche Version des Three-Factor-Eating-Questionnaire von Stunkard und Messick (1985) dar und liefert somit Ergebnisse, die eine direkte Vergleichbarkeit mit der internationalen Forschungsliteratur zu Essstörungen und Adipositas zulassen. |
Zuverlässigkeit: Die interne Konsistenz der drei Unterskalen liegt zwischen r = .74 und r = .87. |
Gültigkeit: Die Skala 1 korreliert mit verringerter, die Skala 2 mit erhöhter Nahrungsaufnahme. Beide Skalen besitzen prognostische Validität im Hinblick auf erfolgreiche Gewichtsreduktion. |
Normen: Vorläufige Normen, vor allem für weibliche Probanden, Angabe der Perzentile (Werteverteilungen) für verschiedene Validierungsstichproben (N = 91.491). |
Bearbeitungsdauer: Etwa 15 Minuten. |
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