Tests A bis Z
| Medizinpsychologische Verfahren / Hauptkapitel |
| PATEF |
| Patiententheorienfragebogen |
| Zenz H. / Bischoff C. / Hrabal V. |
Einsatzbereich: Erwachsene, die wegen körperlicher oder seelischer Beschwerden den Arzt aufsuchen. |
Verfahren: Der PATEF erkundet die Theorien, die Patienten hinsichtlich der Verursachung ihrer momentanen Beschwerden haben. Der aus 46 Items bestehende Fragebogen gibt dem Arzt oder Psychotherapeuten in drei Hauptskalen und vier Subskalen umfassend darüber Auskunft, inwieweit der Patient seine Krankheit naturalistisch, psychosozial, von äußeren und von inneren Faktoren und durch mangelhaftes Gesundheitsverhalten verursacht hält. Innerhalb dieser Kategorien lassen sich die Antworten der Patienten auf die einzelnen Items zu Skalenwerten zusammenfassen. Außerdem erlaubt das Verfahren eine Aussage darüber, inwieweit der Patient dazu neigt, sich gedanklich mit den Ursachen seiner Beschwerden zu beschäftigen (Gesamtwert). Die Ergebnisse des Fragebogens bieten ein breites Spektrum an Interpretations- und Anwendungsmöglichkeiten. |
Zuverlässigkeit: Die interne Konsistenz der Skalenwerte liegt zwischen r = .72 und r = .93 (Cronbachs Alpha), die Stabilität über einen Zeitraum von 3 Wochen konzeptkonform niedriger (r = .70 bis r = .79). |
Gültigkeit: Der Fragebogen ist faktorenanalytisch konstruktvalidiert. Zahlreiche Studien mit verschiedenen Patientengruppen belegen die kriterienbezogene Validität des Fragebogens. |
Normen: Stanine-Normtabellen liegen für die fünf Grundskalen, die Gesamtskala und die beiden faktorenanalytisch ermittelten Skalen «psychosoziale Ursachenzuschreibung» und «naturalistische Ursachenzuschreibung» vor. Wo auf Grund empirischer Befunde nötig, werden geschlechts- und altersspezifische Normwerte angegeben. |
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