Tests A bis Z
| Intelligenztest / Kinder und Jugendliche |
| BIS-HB |
| Berliner Intelligenzstruktur-Test für hochbegabte Jugendliche |
| Beauducel A. / Jäger A. O. / Holling H. / Perckel F. / Schulze R. / Vock M. / Süss H.-R. |
Einsatzbereich: Der BIS-HB eignet sich für die allgemeine und die strukturelle Intelligenzdiagnostik bei durchschnittlich und hoch begabten Kindern und Jugendlichen von 12 bis 16 Jahren und kann als Einzel- oder Gruppentest eingesetzt werden. |
Verfahren: NEU: elektronisches Auswerteprogramm seit Anfang 2011 erhältlich
Der Test basiert auf dem Berliner-Intelligenzstrukturmodell (BIS) und erfasst die in diesem Modell spezifizierten Intelligenzdimensionen: Einfallsreichtum, Bearbeitungsgeschwindigkeit, Merkfähigkeit, Verarbeitungskapazität, die Fähigkeit zum Umgang mit verbalem, figuralem und numerischem Material sowie als Integral aus diesen Fähigkeiten die allgemeine Intelligenz. Der BIS-HB deckt somit ein breites Spektrum verschiedener Intelligenzleistungen ab. Die verschiedenen, insgesamt 45 Aufgabentypen des Tests machen diesen in der Durchführung sehr abwechslungsreich. Die Vielfalt der Anforderungen unterstützt zudem die Akzeptanz des Verfahrens bei den getesteten Personen. Zum BIS-HB liegt auch eine Kurzform vor, mit der die Verarbeitungskapazität sowie die allgemeine Intelligenz erfasst werden können. Besonders zeichnet sich der BIS-HB dadurch aus, dass er eine große Vielfalt intellektueller Fähigkeiten erfasst. Auch wird über die Dimension Einfallsreichtum die in den meisten Intelligenztests vernachlässigte kognitive Leistungsdimension der Kreativität berücksichtigt. Die empirische Fundierung der Normen basiert nicht nur auf durchschnittlich Begabten, sondern auch auf einer Stichprobe von über 500 intellektuell hoch begabten Schülerinnen und Schülern. Damit stellt der BIS-HB im deutschen Sprachraum bislang den einzigen Intelligenztest dar, dessen Güte auch für intellektuell hoch begabte Testpersonen überprüft und gewährleistet ist. |
Zuverlässigkeit: Die Reliabilitätsschätzungen für die einzelnen Skalen liegen zwischen α, = .80 und α, = .95 (Cronbachs Alpha) bzw. zwischen r = .79 und r = .92 (Split-Half-Reliabilität). Die Stabilitäten der Skalen liegen zwischen r = .71 und r = .84 (Retest nach 6 Monaten). |
Gültigkeit: Konfirmatorische Faktorenanalysen zeigen eine sehr gute Übereinstimmung der Struktur der Testleistungen mit dem zugrundegelegten Modell. Die konvergente und diskriminante Kriteriumsvalidität des BIS-HB wird durch Korrelationen mit verschiedenen Tests (CFT-20, HAWIK-III, VKT, TSD-Z) und Schulnoten belegt. Schulnoten können in beachtlichem Maß durch die Testleistungen vorhergesagt werden, wie Untersuchungen zur Vorhersagevalidität zeigen (Valididtätskoeffizienten: r = .57 Gesamtnotenschnitt, r = .60 sprachliche Fächer, r = .52 naturwissenschaftliche Fächer). |
Normen: Der BIS-HB wurde an 1.328 Personen aus Haupt- und Realschulen, Gymnasien und speziellen Schulen für intellektuell besonders Begabte normiert. Es liegen Altersnormen (IQ-Werte) für vier Gruppen (12,6 bis 16,5 Jahre) sowie Prozentrangnormen für den Vergleich mit Schülerinnen und Schülern spezieller Schulen für Hochbegabte vor. |
Bearbeitungsdauer: Die Durchführung des BIS-HB dauert zirka 140 Minuten (plus zwei Pausen von 15 Minuten). Für die Kurzform sind zirka 55 Minuten einzuplanen. |
In Anwendung seit: 2006, Auswerteprogramm seit Januar 2011 |
Preisänderungen und Irrtümer vorbehalten. Preise inkl. MwSt. |




