Tests A bis Z
| Klinische Verfahren - Erwachsene / Fragebogen |
| VEI |
| Verhaltens- und Erlebensinventar |
| Deutschsprachige Adaptation des Personality Assessment Inventory (PAI) von L.C. Morey 1. Auflage |
| Engel R. |
Unter Mitarbeit von J. Groves |
Einsatzbereich: Ab 18 Jahren, Einzel- und Gruppenverfahren. Verwendung in der klinischen Psychologie und Psychiatrie, in der forensischen Diagnostik sowie bei persönlichkeitsdiagnostischen Fragestellungen vor klinischem Hintergrund. |
Verfahren: Das VEI ist die deutschsprachige Adaptation des PAI (Personality Assessment Inventory), ein von Morey (1991) entwickelter multidimensionaler Selbstbeurteilungsbogen für Erwachsene. Als klinisches Instrument liefert es Informationen über die Symptomatik von Personen, die professionelle Hilfe bei psychischen Störungen suchen. Das VEI enthält 344 Items, die zu 22 unabhängigen Skalen zusammengefasst werden. Hierbei handelt es sich um 4 Validitätsskalen, 11 klinische Skalen, 5 Behandlungsskalen und 2 interpersonale Skalen. 10 der insgesamt 22 Skalen sind zusätzlich in 31 Subskalen untergliedert. Bei der Skalenentwicklung wurden rationale und empirische Methoden eingesetzt. Die vom VEI erfassten klinischen Syndrome sind nach ihrem Stellenwert für die Systematik psychischer Störungen und nach ihrer Bedeutung in der gegenwärtigen diagnostischen Praxis in enger Anlehnung an die Diagnosesysteme ICD-10 und DSM-IV ausgewählt.
Über die klassischen Syndrome hinaus, die zum Beispiel auch im MMPI-2 vertreten sind, bietet das VEI Skalen für die verschiedenen Typen der Angststörungen, für Borderline-Störung, Suizidalität und Substanzabhängigkeiten sowie für situative Faktoren, wie das Ausmaß der aktuellen Belastung und der sozialen Unterstützung. |
Zuverlässigkeit: Das VEI verfügt wie die amerikanische Originalausgabe über gute Reliabilitätswerte. Die Cronbachs-Alpha-Koeffizienten der klinischen Vollskalen liegen in der deutschen Normierungsstichprobe überwiegend zwischen α = .80 und α = .90 und belegen damit eine hohe interne Konsistenz der Skalen. Gleichzeitig betragen die mittleren Item-Interkorrelationen nur um die r = .20, was auf den unabhängigen Inhalt der Items und damit auf die Breite der erfassten Konstrukte hinweist. |
Gültigkeit: In den USA ist das PAI seit 1991 im Einsatz, vorwiegend in der psychopathologischen und forensischen Diagnostik. Es liegen über 200 Publikationen zur Validität vor. Bemerkenswert sind insbesondere Validitätsuntersuchungen zu neueren Syndromen (PTSD, Borderline-Störung, Substanzgebrauch) und Überprüfungen der Validitätsskalen (Feststellung von Verfälschungstendenzen). |
Normen: Die Normierung des VEI erfolgte an einer repräsentativen Stichprobe von 749 Personen im Alter zwischen 18 und 89 Jahren. Das deutsche Testmanual enthält ausführliche Normierungsdaten auf Item- wie auf Skalenebene, Tabellen zur Vergleichbarkeit von MMPI-2 und VEI sowie psychometrische Angaben zu allen Skalen. Darüber hinaus liefert es Anleitungen für die klinische Interpretation des VEI. |
Bearbeitungsdauer: Die Bearbeitungsdauer des VEI beträgt etwa 40 bis 60 Minuten. |
In Anwendung seit: 2013 |
weitere Informationen: Für die Auswertung gibt es die Möglichkeit der Dateneingabe via Webseite, alternativ kann der Antwortbogen auch als Fax oder per E-Mail als Scan an einen Auswerteservice gesendet werden. Bei jeder der Varianten erhält der Anwender die Auswertung als PDF-File oder bei Faxeinsendung auf Wunsch auch per Fax zurück, wahlweise mit oder ohne Report.
Generelle Informationen zum VEI sowie eine Anleitung für die benötigte CSID-Registrierung Ihres Faxgerätes finden Sie in diesem Infoblatt.
Zum Testauswerteservice gibt es eine ausführliche Anleitung. Sie können diese über folgenden Link als pdf-File herunterladen: |
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