Tests A bis Z
| Schultests / Schulleistung |
| HRT 1-4 |
| Heidelberger Rechentest |
| Erfassung mathematischer Basiskompetenzen im Grundschulalter |
| Haffner J. |
Hrsg. von M. Hasselhorn, H. Marx, W. Schneider |
Einsatzbereich: Der HRT 1-4 ist zur Erfassung mathematischer Grundlagenkenntnisse als Gruppen- oder Einzeltest im Grundschulalter ab Ende der 1. Klasse bis Anfang 5. Klassenstufe zu jedem Zeitpunkt des Schuljahres anwendbar. Anhand der Testprofile ergeben sich Hinweise auf Förderbedarf und gezielte Interventionsmaßnahmen. Er eignet sich aufgrund der weitgehend sprach- und lehrplanunabhängigen Messinhalte auch im Bereich internationaler Vergleichs- und Grundlagenforschung. Als Einzeltest ist er für Psychologen, Lerntherapeuten, Pädagogen, Sonder- und Heilpädagogen für die Diagnostik von Rechenschwäche (Dyskalkulie) und mathematischer (Hoch-) Begabung geeignet und über Verlaufsmessungen im Rahmen der Dokumentation von Therapieverläufen und Erfolg von Fördermaßnahmen einsetzbar. |
Verfahren: Der HRT 1-4 gibt einen differenzierten und zuverlässigen Überblick über die Beherrschung mathematischer Grundlagen, die eine notwendige Voraussetzung für den Erwerb mathematischen Wissens und komplexerer mathematischer Fertigkeiten darstellen. Er umfasst 11 Untertests und 3 Skalenwerte für die Bereiche: a) Rechenoperationen (6 Untertests): Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division, Ergänzungsauf- gaben, Größer-Kleiner-Vergleiche b) Numerisch-logische und räumlich-visuelle Fähigkeiten (5 Untertests): Zahlenreihen, Längenschätzen, Würfelzählen, Mengenzählen, Zahlenverbinden 3 Skalenwerte für 1. Rechenoperationen, 2. räumlich-visuelle Leistung und 3. Gesamtleistung Zusätzlich wird vorab die Schreibgeschwindigkeit als Kontrollvariable geprüft. Aufgrund identischer Aufgaben und Testzeiten für alle Klassenstufen sind neben der Beurteilung im Vergleich zur aktuellen Klassennorm auch klassenübergreifende Leistungsvergleiche möglich. |
Zuverlässigkeit: Die Ergebnisse von Wiederholungsmessungen bei N = 246 SchülerInnen im Abstand von 1-2 Wochen belegen eine hohe Messzuverlässigkeit der Skalenwerte (rtt= .87-.93) und ausreichende Reliabilität der Untertests (rtt= .69-.89) für eine zuverlässige Profilinterpretation. |
Gültigkeit: Für die Aufgaben zur Beherrschung der Rechenoperationen kann inhaltliche Validität angenommen werden, d.h. die Aufgaben stellen eine typische Auswahl aus dem Spektrum der Grundrechenarten und Gleichungsaufgaben dar. Im Bereich kriteriumsbezogener Validität zeigt sich eine hohe und spezifische Übereinstimmung mit der Schulnote im Fach Mathematik (r= -.67) und mit dem DEMAT 4 (r= .72). |
Normen: Die Eichstichprobe umfasst N = 3.075 Grundschulkinder aus 4 Bundesländern, sowie zusätzlich Kinder aus Sprachheilschulen und Förderschulen. Fürd ie Normenberechnungen wurde der Anteil der Sonderschüler entsprechend der Verteilung im Primarbereich in Deutschland (statist. Bundesamt 2992/03) gewichtet. Für alle Untertests liegen Prozentrang- und T-Wert-Normen für 4 Quartale pro Schuljahr ab Ende 1. Klasse bis Ende 4. Klasse vor. |
Bearbeitungsdauer: In Schulklassen ca. 50-60 Minuten, als Einzeltest ca. 45 Minuten. |
In Anwendung seit: 2005 |
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