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| Entwicklungstests / Allgemeine Entwicklung |
| GES |
| Griffiths-Entwicklungsskalen |
| Zur Beurteilung der Entwicklung in den ersten beiden Lebensjahren |
| Brandt I. / Sticker E.J. |
Einsatzbereich: Kinder im Alter von 1-24 Monaten sowie ältere Kinder mit Retardierungen oder Behinderungen. |
Verfahren: Mit den Griffiths-Entwicklungsskalen (GES) lässt sich der Entwicklungsstand insgesamt und nach fünf Funktionsbereichen differenziert feststellen: A: Motorik, B: Persönlich-Sozial, C: Hören und Sprechen, D: Auge und Hand sowie E: Leistungen. Es wird ein Gesamt-Entwicklungsquotient (EQ) sowie ein Entwicklungsquotient für jede Unterskala berechnet, woraus sich ein Entwicklungsprofil ergibt. Die GES sind so angelegt, dass sie bei Vorliegen von Teilausfällen, Retardierung oder geistiger Behinderung konkrete Hinweise zur Beratung der Eltern sowie für Planung und Durchführung gezielter Frühfördermaßnahmen liefern. Durch wiederholte Untersuchungen ist eine Beurteilung des Entwicklungsverlaufs, z.B. bei Kindern aus Spezialambulanzen und eine Überwachung des Therapieerfolgs, möglich. Die vorliegende 2., überarbeitete und erweiterte Auflage des Handbuches berücksichtigt - unter Beibehaltung der bewährten Testaufgaben - die Erfahrungen von mehr als 2.000 Untersuchungen seit der Erstauflage von 1983. Neu hinzugekommen sind u.a. Kapitel zur theoretischen Fundierung, zu den Gütekriterien sowie zu Entwicklungsprofilen von Kindern mit körperlichen und geistigen Behinderungen. Neu ist weiterhin eine übersichtliche Auflistung der prozentualen Lösungshäufigkeiten für jede einzelne Testaufgabe, vergleichbar mit Perzentilen zur Wachstumsbeurteilung, diese Tabellen können für die quantitative Entwicklungsbeurteilung benutzt werden. |
Zuverlässigkeit: Die Retest-Reliabilität liegt (bezogen auf 3-Monats-Intervalle) für den Gesamtentwicklungsquotienten zwischen r = .49 und r = .81. Auf Grund des relativ großen Zeitintervalls muss berücksichtigt werden, dass verhältnismäßig niedrige Koeffizienten auch echte Entwicklungsschwankungen widerspiegeln können. |
Gültigkeit: Die Validität lässt sich u.a. an den unterschiedlichen Tiefpunkten in den Profilen behinderter Kinder belegen (z.B. motorische Behinderung: Unterskala A, Taubheit: Unterskala C, Blindheit: Unterskala D). |
Normen: Die Normierung basiert auf insgesamt 1.750 Untersuchungen von 102 Kindern (51 Jungen und 51 Mädchen, Längsschnitt, entsprechend 90-95 Probanden pro Altersgruppe), die Items wurden gemäß der 50. Perzentile platziert. Die Unterskalen- und Gesamtentwicklungsquotienten lassen sich sehr ökonomisch ohne Hinzuziehung von Normtabellen ermitteln. |
Bearbeitungsdauer: Bei gesunden Kindern werden im ersten Lebensjahr ca. 20 bis 30 Minuten benötigt, danach bis zu etwa 45 Minuten sowie bei schüchternen/ängstlichen Kindern bis zu 60 Minuten. |
In Anwendung seit: 2001 |
Preisänderungen und Irrtümer vorbehalten. Preise inkl. MwSt. |


